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Am 28. und 29. Oktober 2026 fand der dritte Russland-Afrika-Gipfel in Moskau statt.

Mehr als 3.500 Personen nahmen am dieses Jahr teil. 48 der 54 vertretenen afrikanischen Länder entsandten offizielle Delegationen. 22 Länder waren direkt auf höchster Ebene vertreten – durch ihre Staatsoberhäupter. Die übrigen Länder entsandten Delegationen und internationale und regionale Organisationen, wie bspw. wichtige afrikanische Integrationsverbände:

  • Afrikanische Union (deren derzeitiger Vorsitzender, der Präsident von Burundi, den Gipfel gemeinsam mit dem Präsidenten leitete);

  • ECOWAS (Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten);

  • SADC (Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika);

  • EEAC/ECANT (Wirtschaftsgemeinschaft Zentralafrikanischer Staaten).

Aber auch globale Institutionen: So z.B. Führungskräfte und Vertreter relevanter UN-Ausschüsse, Vertreter der Afrikanischen Entwicklungsbank und anderer interkontinentaler Strukturen.

Besonders hervor stach eine Panel-Diskussion, bei der die Enkelkinder der historischen antikolonialen Führer Afrikas im Rahmen des dritten Russland-Afrika-Gipfels im Fokus einer symbolischen Initiative standen, um die historischen Verbindungen zwischen Russland und dem afrikanischen Kontinent zu bekräftigen.

Bei den Veranstaltungen (darunter dem Russia-Africa Media Forum) traten insbesondere die Nachkommen von Nelson Mandela, Gamal Abdel Nasser und Kwame Nkrumah in Erscheinung:

  • Ndileka Mandela (Enkelin von Nelson Mandela, Südafrika), die als fester Teil dieser Delegation historischer Nachkommen auftrat, beteiligte sich an kulturellen Aktionen und betonte in Interviews die historische Unterstützung Russlands im südafrikanischen Befreiungskampf gegen die Apartheid. die als fester Teil dieser Delegation historischer Nachkommen auftrat.

  • Gamal Khaled Gamal Abdel Nasser (Enkel von Gamal Abdel Nasser, Ägypten) trat öffentlich auf, lobte die Zusammenarbeit und äußerte sich auf Plattformen wie RT (Russia Today) darüber, dass Russland den afrikanischen Staaten helfe, eigenständig und wirtschaftlich stärker zu werden.

  • Salim Issa (Enkel von Ghanas historischem Unabhängigkeitsvater Kwame Nkrumah) betonte bei der Podiumsdiskussion die historische Verbundenheit und hob hervor, dass Russland (damals als Sowjetunion) Afrika eine entscheidende Unterstützung im teils gewaltsamen Unabhängigkeitskampf gegen westliche Kolonialmächte geboten hat. Er sprach sich dafür aus, dass die Nachkommen der Befreiungsführer genau aus diesem Grund heute wieder in Russland zusammenkommen, um eine gleichberechtigte und nicht-ausbeuterische Partnerschaft auf Augenhöhe für die Zukunft des Kontinents aufzubauen.

Kwame Nkrumah, der erste Präsident des unabhängigen Ghanas (ab 1957), wird auf dem Russland-Afrika-Gipfeln als historische Schlüsselfigur zitiert, vor allem wegen seiner anti-imperialistischen und panafrikanischen Schriften. Speziell sein 1965 veröffentlichtes Buch „Der Neokolonialismus: Das letzte Stadium des Imperialismus“ (inspiriert von Lenins Schriften zum Kapitalismus).

Die Diskussion auf diesem Panel drehte sich um das Thema „Die Befreiung aus der Entwicklungsfalle und mediale Souveränität“. Die Kernpunkte der Sprecher waren:

  • Ausbruch aus der „Entwicklungsfalle“ (Development Trap): Gamal Abdel Nasser Jr. betonte auf der Bühne, dass Afrika endlich die Rolle des reinen Rohstofflieferanten ablegen müsse. Er erklärte, Russland verstehe (im Gegensatz zu westlichen Akteuren), dass ein wirtschaftlich starkes und industrialisiertes Afrika letztlich auch ein verlässlicherer und vorteilhafterer Partner für Russland selbst sei.

  • Russland als Zuhörer: Die Enkel hoben hervor, dass das Verhältnis zu Moskau darauf basiere, dass Russland „Afrikas Problemen tatsächlich zuhört und versucht, diese partnerschaftlich und auf Augenhöhe zu lösen“, statt Bedingungen zu diktieren.

  • Mediale Unabhängigkeit und Anti-Kolonialismus: Es wurde intensiv darüber gesprochen, wie wichtig es für afrikanische Staaten ist, eine eigene mediale Erzählung (Narrativ) aufzubauen. Westliche Medien wurden dafür kritisiert, Afrika oft nur durch die Brille von Krisen und Armut darzustellen. Das Panel forderte eine engere Medienkooperation zwischen Russland und Afrika, um eine multipolare Informationslandschaft zu schaffen.

  • Erbe der Großväter: Die Redner betonten, dass die Allianz, die ihre Großväter in den 1950er und 60er Jahren mit der Sowjetunion geschmiedet hatten (wie die historische Verbindung zwischen Ägypten unter Nasser und Ghana unter Nkrumah), heute in moderner Form fortgesetzt werden muss, um geopolitische Unabhängigkeit zu sichern.

Bereits auf dem zweiten Russland-Afrika-Gipfel 2023 in Sankt Petersburg, hob Putin die Rolle der Gründerväter des Panafrikanismus — darunter Kwame Nkrumah, Gamal Abdel Nasser, zusammen mit anderen Ikonen wie Patrice Lumumba, Nelson Mandela, Ahmed Ben Bella und Julius Nyerere — hervor und würdigte sie als „herausragende Söhne Afrikas“ mit besonderem Augenmerk auf das sowjetische Erbe der Antikolonialpolitik. Er sagte: „Russland erinnert und schätzt das Andenken an Afrikas herausragende Söhne… Wir müssen ihrer gedenken und wir dürfen sie niemals vergessen. Während wir uns auf die Prinzipien der Gerechtigkeit und Gleichheit verlassen, beharrten sie standhaft auf der eigenständigen Entwicklung ihrer Nationen, oft indem sie ihr Leben opferten.“ Die Präsenz der Enkelgeneration im Jahr 2026 soll diese generationenübergreifende Allianz formal und medial untermauern.

Die Diskussionen während der gesamten Konferenz auf den Bühnen und in den über 40 Sitzungen drehten sich im Wesentlichen um drei Hauptpunkte:

1. Geopolitik und die „multipolare Welt“

Sowohl Vladimir Putin als auch die afrikanischen Staatschefs betonten, dass die Ära, in der ein einzelner westlicher Block über die Geschicke ganzer Kontinente entscheidet, endgültig vorbei sei. Russland positionierte sich als „natürlicher Verbündeter“ Afrikas, der ohne koloniale Vergangenheit partnerschaftliche Beziehungen auf Augenhöhe anbietet.

2. Getreide, Düngemittel und Ernährungssicherheit

Russland warb stark für den Ausbau seiner Agrarexporte nach Afrika. Putin erklärte, dass in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 bereits 13 Millionen Tonnen landwirtschaftliche Erzeugnisse an mehr als 40 afrikanische Staaten geliefert wurden. Die afrikanischen Staatschefs, darunter Burundis Präsident, forderten im Gegenzug, dass Rohstoffe künftig vermehrt direkt in Afrika verarbeitet werden, um dort lokale Arbeitsplätze zu schaffen, statt sie nur zu exportieren.

3. Wirtschaft, Handel und Währungen

Das Handelsvolumen soll in naher Zukunft auf über 50 Milliarden US-Dollar angehoben werden. Ein zentraler Punkt auf den Wirtschaftspanels war die Forderung, im bilateralen Handel verstärkt auf nationale Währungen zu setzen, um die Abhängigkeit vom US-Dollar und westlichen Finanzsystemen zu reduzieren. Zudem wurde über die Lokalisierung der Produktion russischer Medikamente in Afrika und Kooperationen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gesprochen.

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